Apple erweitert sein Software-Portfolio. Neben den bekannten Updates für iOS 19, macOS 16 und iPadOS 19 steht in diesem Jahr die Einführung eines völlig neuen Betriebssystems an: homeOS. Es wird speziell für Smart Homes entwickelt und zusammen mit dem HomePad, einem neuen Smart-Display, auf den Markt gebracht. Was genau homeOS kann, welche Funktionen es bietet und wie es Apples Smart-Home-Strategie verändert, erfährst du hier.
Apple bringt selten ein völlig neues Betriebssystem heraus. Wenn es passiert, dann meist in Verbindung mit neuer Hardware. homeOS bildet dabei keine Ausnahme. Es wird das Herzstück des HomePad sein, einem Gerät, das die Funktionen eines HomePods mit einem iPad kombiniert. Damit schafft Apple eine zentrale Steuerungseinheit für das vernetzte Zuhause. Die Idee dahinter ist einfach: Ein Betriebssystem, das sich an den bekannten Apple-Plattformen orientiert, aber gezielt auf Smart Homes zugeschnitten ist. Apple setzt dabei auf eine vertraute Benutzeroberfläche, eine tiefe Integration mit Siri und Apple Intelligence sowie Automatisierungsfunktionen für den Haushalt.
homeOS und das HomePad: Die neue Schaltzentrale für das Smart Home
Apple bringt homeOS nicht als eigenständiges System für verschiedene Geräte auf den Markt, sondern zusammen mit dem HomePad. Dieses Smart-Display kombiniert die Sprachsteuerung und Audiofunktionen eines HomePods mit dem Bildschirm und den Touch-Bedienelementen eines iPads. Es wird der erste und vorerst einzige Träger von homeOS sein. Das HomePad wird als zentrale Anlaufstelle für Smart-Home-Steuerung, Kommunikation und Entertainment dienen. Nutzer können von hier aus Lampen dimmen, Kameras überprüfen, Musik abspielen oder Videoanrufe starten. Die Steuerung erfolgt entweder über den Touchscreen oder per Sprachbefehl über Siri.
Die wichtigsten Funktionen von homeOS
Ein übersichtlicher Home-Bildschirm mit Widgets und Apps
homeOS setzt auf eine vertraute Benutzeroberfläche, die sich stark an iOS und iPadOS orientiert. Nutzer können Apps aus einem Raster starten, ein Dock mit Favoriten nutzen und Widgets auf dem Home-Bildschirm platzieren. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Widgets für Wetter, Aktien, Erinnerungen und mehr
- Ein App-Raster ähnlich dem von iPhones und iPads
- Schneller Zugriff auf Smart-Home-Steuerungen
Wer ein iPhone oder iPad benutzt, wird sich sofort zurechtfinden. Das Ziel ist eine möglichst intuitive Bedienung ohne lange Einarbeitung, so diverse Berichte.
Siri und Apple Intelligence als zentrale Steuerungselemente
Siri wird in homeOS eine noch größere Rolle spielen als bisher. Apple setzt darauf, dass Sprachsteuerung im Smart Home eine zentrale Funktion übernimmt. homeOS soll Siri mit Apple Intelligence kombinieren, um eine intelligentere Assistenz zu bieten. Konkret bedeutet das:
- Siri kann persönliche Kontexte besser verstehen und auf Basis deiner Routinen Aktionen vorschlagen
- Automatisierungen lassen sich per Sprache ausführen, zum Beispiel „Schalte das Licht aus, wenn ich ins Bett gehe“
- Siri interagiert mit Apps, um Nachrichten zu schreiben, Termine zu setzen oder Musik abzuspielen
Apple arbeitet daran, Siri natürlicher und vielseitiger zu machen. Das könnte homeOS zu einer besonders sprachgesteuerten Plattform machen.
Apple-Apps für den Alltag
Zum Start wird homeOS keinen eigenen App Store haben. Stattdessen liefert Apple eine Auswahl an vorinstallierten Apps, die auf die Nutzung im Smart Home abgestimmt sind. Dazu gehören:
- FaceTime für Videoanrufe
- Notizen und Erinnerungen für Alltagsorganisation
- Kalender für Terminverwaltung
- Musik, TV und Podcasts für Unterhaltung
- Safari für Web-Browsing
- Wetter für aktuelle Informationen
- Home-App für die Steuerung von Smart-Home-Geräten
Ob Apple später einen App Store für homeOS einführt, ist noch nicht bekannt.
Anpassung an die Entfernung des Nutzers
homeOS nutzt Sensoren im HomePad, um zu erkennen, wie nah oder entfernt eine Person ist. Je nach Distanz verändert sich die Anzeige:
- Wenn du dich vom HomePad entfernst, zeigt das Display eine Diashow mit Fotos oder Widgets mit Uhrzeit, Wetter und Nachrichten
- Kommst du näher, wechselt es zur interaktiven Benutzeroberfläche mit Apps und Smart-Home-Steuerungen
Diese dynamische Anpassung sorgt dafür, dass das HomePad als nützliche Informationsquelle dient, ohne unnötig Strom zu verbrauchen oder abzulenken.
Warum homeOS ein bedeutender Schritt für Apple ist
Mit homeOS verfolgt Apple eine klare Strategie: Das Smart Home soll stärker mit dem bestehenden Apple-Ökosystem verzahnt werden. iPhones, iPads, Macs und Apple Watches sind bereits miteinander vernetzt. Das HomePad und homeOS fügen sich in dieses Konzept ein und machen Apple zur zentralen Plattform für die Heimautomation. Der Vorteil für Nutzer liegt auf der Hand. Wer bereits Apple-Geräte besitzt, kann sein Smart Home ohne zusätzliche Apps oder komplizierte Setups steuern. Besonders die tiefe Siri-Integration könnte homeOS von bestehenden Lösungen wie Amazons Alexa oder Googles Assistant abheben. Apple setzt dabei auf ein einfaches Konzept: „iOS, aber für dein Zuhause“. Durch die vertraute Bedienung und die Verknüpfung mit bestehenden Apple-Produkten dürfte der Einstieg für viele Nutzer leichtfallen.
homeOS könnte das Smart Home verändern
Mit homeOS macht Apple sein Ökosystem noch umfassender. Das Betriebssystem bietet eine durchdachte Oberfläche, eine starke Siri-Integration und eine smarte Steuerung für das vernetzte Zuhause – insofern man den Gerüchten Glauben schenkt. Das HomePad wird als erstes Gerät mit homeOS auf den Markt kommen und könnte sich als zentrale Schaltstelle für Apple-Nutzer etablieren. Auch wenn zum Start noch kein App Store vorgesehen ist, bietet homeOS mit den vorinstallierten Apps bereits viele Möglichkeiten. Die wichtigsten Fragen bleiben: Wann genau wird Apple homeOS offiziell ankündigen? Wie teuer wird das HomePad? Und wird Apple homeOS langfristig auf weitere Geräte ausweiten? Bis dahin bleibt abzuwarten, wie gut das neue Betriebssystem in der Praxis funktioniert. Top-Zubehör und HomeKit-Optionen – alles in unserer Amazon Storefront! (Bild: Apple)
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