Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, Instagram und WhatsApp, arbeitet an einer neuen KI-App, die direkt mit ChatGPT von OpenAI, Gemini von Google und Copilot von Microsoft konkurrieren soll. Das berichtet CNBC. Der Technologiekonzern will damit seine KI-Strategie weiter ausbauen und Nutzern eine eigenständige Plattform bieten, auf der sie mit Metas künstlicher Intelligenz interagieren können. Die App soll im zweiten Quartal 2025 veröffentlicht werden. Ziel ist es, bis Ende des Jahres eine führende Position im KI-Markt einzunehmen.
Künstliche Intelligenz wird für Tech-Unternehmen immer wichtiger, und Meta hat bereits erste KI-Funktionen in seine bestehenden Plattformen integriert. So sind generative KI-Elemente etwa in Facebook und Instagram als Teil der Suchfunktion verfügbar. Diese Funktionen ähneln in gewisser Weise bereits anderen KI-Produkten auf dem Markt, bieten aber keine umfassende Lösung. Meta scheint nun erkannt zu haben, dass eine eigenständige KI-App mehr Potenzial hat, da sie den Nutzern eine tiefere und direktere Interaktion mit dem KI-Assistenten ermöglicht. Gleichzeitig wird geprüft, ob ein kostenpflichtiger Abo-Service mit erweiterten Funktionen angeboten werden soll, so CNBC.
Metas neue KI-App – Funktionen und Pläne
Die neue App soll Metas KI aus den bestehenden sozialen Netzwerken herauslösen und eine eigenständige Plattform für Nutzer schaffen, die sich für KI-gestützte Interaktionen interessieren. Dabei könnte die App mit verschiedenen Funktionen ausgestattet sein, die sich von den bereits bekannten KI-Lösungen abheben. Geplant ist eine fortschrittliche Konversations-KI, die es Nutzern ermöglicht, komplexere Fragen zu stellen und individuellere Antworten zu erhalten. Meta könnte dabei auf bestehende Technologien zurückgreifen, die bereits für die KI-Suche auf Facebook und Instagram genutzt werden. Der Unterschied wäre jedoch, dass die App unabhängig von den sozialen Netzwerken genutzt werden kann.
Vernetzung mit Metas Ökosystem – ein strategischer Vorteil?
Außerdem soll die KI-App eng mit Metas anderen Plattformen verknüpft bleiben. Das könnte bedeuten, dass Inhalte oder Daten zwischen der KI-App und Diensten wie Facebook oder WhatsApp ausgetauscht werden können. Für Nutzer, die bereits in Metas Ökosystem aktiv sind, wäre das ein Vorteil, da sie keine zusätzliche Plattform erlernen müssten. Eine weitere wichtige Überlegung ist das Geschäftsmodell der neuen App. Während Meta AI in der jetzigen Form kostenlos angeboten wird, testet das Unternehmen bereits ein Abo-Modell mit erweiterten Funktionen. Es wäre möglich, dass Nutzer in der Basisversion die KI-App gratis nutzen können, während Premium-Funktionen über ein kostenpflichtiges Abonnement zugänglich sind.
Warum setzt Meta auf eine eigenständige KI-App?
Bislang hat Meta seine KI-Technologien in bestehende Plattformen eingebaut, doch mit einer eigenständigen App ergeben sich neue Möglichkeiten. Zum einen kann das Unternehmen gezielter Nutzer ansprechen, die aktiv nach einer KI-Lösung suchen, ohne sich in sozialen Netzwerken anmelden zu müssen. Zum anderen könnte eine solche App Metas Marktposition in der KI-Branche stärken, da sie nicht mehr nur als zusätzliche Funktion innerhalb von Facebook oder Instagram wahrgenommen wird. Zudem bietet eine eigenständige KI-App neue Monetarisierungsmöglichkeiten. OpenAI verdient bereits mit kostenpflichtigen Versionen von ChatGPT, und auch Google und Microsoft setzen auf kostenpflichtige KI-Dienste. Falls Meta eine vergleichbare Qualität liefern kann, wäre ein Abo-Modell eine lukrative Option. Ein weiterer Aspekt ist die Markenstrategie. Bisher war Meta vor allem für seine Social-Media-Plattformen bekannt. Mit einer eigenständigen KI-App könnte das Unternehmen sein Image als KI-Entwickler festigen und sich von der Konkurrenz abheben.
Konkurrenz mit ChatGPT, Gemini und Copilot
Der KI-Markt wird aktuell von OpenAI, Google und Microsoft dominiert. ChatGPT hat sich als eines der bekanntesten KI-Produkte etabliert, während Google mit Gemini und Microsoft mit Copilot ebenfalls leistungsfähige Alternativen bieten. Meta muss daher eine klare Strategie entwickeln, um sich von diesen Konkurrenten abzuheben. Ein Vorteil, den Meta nutzen könnte, ist die enge Verzahnung mit seinen bestehenden Plattformen. Da Milliarden Menschen Facebook, Instagram und WhatsApp nutzen, könnte Meta KI direkt in diese Dienste einbinden und so eine große Reichweite erzielen. Falls die neue App mit Social-Media-Funktionen verknüpft wird, könnte das ein Alleinstellungsmerkmal sein, das andere Anbieter nicht in dieser Form bieten.
Leistungsstarke KI zum kleinen Preis? Metas mögliche Marktstrategie
Ein weiterer möglicher Wettbewerbsvorteil wäre der Preis. Falls Meta eine leistungsfähige KI-App kostenlos oder günstiger als die Konkurrenz anbietet, könnte das viele Nutzer überzeugen. Gerade in einem Markt, in dem Abo-Modelle zunehmend verbreitet sind, könnte eine kostenlose Alternative für viele Nutzer attraktiv sein. Auch die technologische Umsetzung spielt eine Rolle. Meta hat große Ressourcen für die Entwicklung von KI-Technologien, darunter eigene Rechenzentren und eine enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Falls das Unternehmen eine KI-App mit besonders hoher Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit entwickelt, könnte das ein entscheidender Faktor im Wettbewerb sein.
Neue Konkurrenz für ChatGPT? Metas KI-App im Fokus
Die Veröffentlichung einer eigenständigen KI-App ist für Meta ein strategisch wichtiger Schritt. Das Unternehmen will sich damit stärker im KI-Markt positionieren und eine direkte Alternative zu bestehenden KI-Produkten wie ChatGPT bieten. Gleichzeitig prüft Meta verschiedene Geschäftsmodelle, darunter eine kostenlose Basisversion sowie einen kostenpflichtigen Premium-Service. Ob sich Metas KI-App gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, wird von mehreren Faktoren abhängen. Die Qualität der KI, die Benutzerfreundlichkeit der App und das Preis-Leistungs-Verhältnis werden entscheidend sein. Falls Meta es schafft, eine leistungsstarke und gut integrierte Lösung zu bieten, könnte das Unternehmen eine feste Position im KI-Markt einnehmen. Die endgültige Antwort darauf wird jedoch erst nach der Veröffentlichung klar sein. (Photo by Unsplash / Dima Solomin)
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